Adress-Studie 2025
Adress-Studie 2025
10.04.2024
Die richtige Adresse macht's: Die Adress-Studie 2025 von Deutsche Post Direkt zeigt, dass es bei den Kundendaten deutscher Unternehmen Optimierungsbedarf gibt. Post kommt zum Beispiel häufig nicht an, weil Adressen fehlerhaft sind.
Was sind die Gründe, aus denen Post oder Pakete nicht zugestellt werden können? Die neue Adress-Studie 2025 hat es herausgefunden.
Die auf Adress- und Datenmanagement spezialisierte Tochtergesellschaft der Deutschen Post hat für die Studie eine Stichprobe der im Jahr 2024 im Kundenauftrag durchgeführten Adressbereinigungen untersucht. Dafür wurden rund 120 Millionen Kundenadressen von 200 Unternehmen aus zehn Branchen anonymisiert und ausgewertet.
Ganz oben auf der Liste stehen mit 6 Prozent Umzüge ohne bekannte neue Adresse und Todesfälle. Die gute Nachricht: Weitere 4,5 Prozent der Adressen sind zwar nicht mehr aktuell, aber es gibt Umzugsinfos! Das heißt, mit vorzeitiger Adress-Pflege kommen Briefe und Pakete direkt zur neuen Wohnung. 2,2 Prozent der Adressen haben gravierende Fehler bei Straßen- und Ortsnamen oder sogar bei den Postleitzahlen. Und 0,4 Prozent haben falsche Hausnummern.
Die Qualität der Kundenadressen in deutschen Unternehmen hat sich in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert. Der Anteil fehlerhafter Kundenanschriften stieg von 12,6 auf 13,1 Prozent. Damit ist jede achte Adresse in den Kundendatenbanken der deutschen Wirtschaft falsch.
Die Adress-Studie untersucht auch, welche Branchen besonders gut gepflegte Adressen haben. So punktet der Onlinehandel mit 91,3 Prozent aktuellen und zustellbaren Adressen. Bei der zweitplatzierten Branche, den Banken, sind 90,4 Prozent der Kundenadressen aktuell. Mit nur 81,8 Prozent aktuellen und zustellbaren Adressen landet der öffentliche Sektor auf dem letzten Platz im Branchenvergleich. Hier hat sich die Datenqualität im Laufe der vergangenen beiden Jahre noch einmal verschlechtert und der Anteil unzustellbarer Adressen kletterte von 13,9 auf 18,2 Prozent
Zudem liefert die Adress-Studie eine Statistik, warum Kundenadressen sich fortwährend ändern oder nicht mehr gültig sind.
Fehlerquote: 13,1 Prozent der Kundenadressen sind unzustellbar, 86,9 Prozent sind zustellbar.
Branchenvergleich: Der Onlinehandel hat mit einer Zustellbarkeit von 91,3 Prozent die beste Adressqualität.
Fehlerquelle: 6,0 Prozent der Adressen erreichen aufgrund von Umzügen ohne bekannte Neuadresse oder Todesfällen nicht ihr Ziel.
Entwicklung: Die Adressqualität hat sich von 2023 bis heute verschlechtert von 12,6 Prozent unzustellbare Adressen auf 13,1 Prozent