Best Cases – Personalgewinnung per Print-Mailing

Personalmarketing

Wie ein Software-Unternehmen mit dem Print-Mailing Bewerbungen generierte

14.02.2023 Neue Wege beim Personal-Recruiting gehen? Vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels eine vielversprechende Idee. Das Schwarzwälder Software-Unternehmen Streit Datentechnik füllte sie durch den Einsatz des Print-Mailings mit Leben.

Lange hatten die Personalverantwortlichen im Recruiting ausschließlich auf Tageszeitungen, Online-Stellenbörsen und Social Media gesetzt. Bis sie von den weitreichenden positiven Effekten physischer Mailings erfuhren. Der postalische Impuls in Form von 17.000 Werbesendungen mit attraktiven Stellenangeboten zahlte sich aus: Ins Haus flatterten deutlich mehr Bewerbungen als bei den Kampagnen zuvor.

Ausgangslage

Qualifizierte Mitarbeiter:innen sind der Kern unseres Erfolgs. Wir wollen daher auch zukünftig ein Team aufstellen können, das Innovation und Fortschritt ermöglicht“, unterstreicht Marketingleiter Tobias Funken die Bedeutung des Faktors Personal für Streit Datentechnik. In den vergangenen drei Jahren ist das Unternehmen stetig gewachsen – sowohl was die Umsätze als auch die Belegschaft angeht. Dennoch ist es in Zeiten des Fachkräftemangels speziell in ländlichen Gebieten wie der Region Haslach nicht einfach, qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen.

Facebook und Instagram sowie diverse Online-Stellenportale und lokale Tageszeitungen waren bislang die vorrangigen Recruiting-Kanäle. Doch für eine Kampagne im Mai 2022 sollte die regionale Reichweite weiter gesteigert werden. So wollten die Verantwortlichen etwa auch passiv Jobsuchende auf die vier vakanten betriebswirtschaftlichen und technischen Positionen am Stammsitz in Haslach aufmerksam machen.

Lösung

Tobias Funken und sein Team ergänzten für die ausgewählte Kampagne den Media-Mix um das Print-Mailing. Für das haptische Medium sprach, dass es innerhalb der Bevölkerung eine breite Masse an Menschen erreicht – auch passiv Jobsuchende sowie Verwandte und den Freundeskreis potenzieller Bewerber:innen. „Zudem lässt uns das Print-Mailing durch seine haptische Dimension als Arbeitgeber noch greif- und nahbarer erscheinen“, sagt Funken. Daneben schätze er dessen nachhaltige Präsenz im Haushalt.

Während auf der Vorderseite des Print-Mailings (Bild oben) die ausgeschriebenen Stellen vorgestellt werden, präsentiert sich Streit Datentechnik auf der Rückseite als attraktiver Arbeitgeber.

Bei der Gestaltung legte das Marketingteam Wert auf eine frische Aufmachung. Kompakte Beschreibungen des Unternehmens und der vier Stellen sowie Impressionen der Firmenzentrale und Zitate von Mitarbeiter:innen runden die Konzeption ab. Über die Deutsche Post buchte Funken sowohl den Druck als auch den Versand. Die unadressierte Werbesendung erreichte in der Stadt und der Region Haslach 17.000 Adressat:innen. „Wir haben die Adressen nach dem Einzugsgebiet rund um unseren Firmensitz ausgewählt. Unsere Ansprechpartner bei der Deutschen Post haben uns dann die entsprechenden Verteilgebiete ausgearbeitet und mit uns abgestimmt“, erklärt Funken.

Ergebnisse

Die Conversion Rate der gesamten Kampagne mit allen genutzten Werbekanälen betrug 0,19 Prozent – das entspricht einem Anstieg von rund 320 Prozent im Vergleich zu vergangenen Kampagnen: Stellenanzeigen in regionalen Tageszeitungen und auf digitalen Kanälen erzielten im Durchschnitt eine Conversion Rate von 0,06 Prozent. Um den Erfolgsbeitrag des Print-Mailings möglichst isoliert beurteilen zu können, wurde die Print-Mailing-Aktion erst vier Wochen nach der Aktivierung über Tageszeitungen und digitale Kanäle durchgeführt. Das sind die Resultate:

  • Von den 172 eingetroffenen Bewerbungen für die vier ausgeschriebenen Stellen entfielen 112 Bewerbungen auf das Print-Mailing. Mit anderen Worten: Zwei Drittel aller Bewerbungen kamen allein über das Print-Mailing herein. Es war somit der größte Treiber.

  • Betrachtet man ausschließlich das Werbemittel Print-Mailing, so lag dessen Conversion Rate bei 0,66 Prozent. 

  • Für die Stelle „Kaufmännischer Mitarbeiter in der Verwaltung“ bewarben sich besonders viele Personen. Die Position hätte mehrfach mit hervorragend ausgebildeten Fachkräften besetzt werden können.

  • Durch die Print-Mailing-Aktion ist Streit Datentechnik als Arbeitgeber in der Region stärker wahrgenommen worden. Das belegen auch die ungewöhnlich vielen Initiativbewerbungen auf nicht ausgeschriebene Stellen infolge der Kampagne. 

„Das Personal-Recruiting per Print-Mailing hat unser Arbeitgebermarketing in der Region großartig unterstützt. Es bewarben sich dreimal mehr Personen als bei früheren Kampagnen ohne haptischen Impuls. Wir werden das Print-Mailing im Recruiting weiterhin einsetzen.“

Tobias Funken,

Leiter Marketing und Kommunikation bei der Streit Datentechnik GmbH

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