Häufige Fragen zu Wert National

Produkt

Was bietet Wert National?

Wert National erlaubt Ihnen eine erhöhte Haftung für den Versand von Briefen mit wertvollen Inhalt innerhalb Deutschlands. Im Falle einer Beschädigung oder eines (Teil-)Verlustes der Sendung haftet die Deutsche Post für wertvolle Gegenstände der Valorenklasse II bis max. 500 € pro Brief oder bei Bargeld oder anderen Zahlungsmitteln bis 100 € pro Brief.

Bei Wert National wird die Einlieferung dokumentiert sowie wann und an wen die Sendung zugestellt wurde. Eine Sendungsverfolgung über Internet ist möglich. Da Wert National das Einschreiben enthält, wird es analog eines (Übergabe-)Einschreibens gegen Unterschrift persönlich zugestellt– je nach gewünschter Zusatzleistung auch Eigenhändig und/oder mit Rückschein.

Was darf per Wert National verschickt werden?

Der Versand per Wert National ist immer dann sinnvoll und notwendig, wenn wertvolle Inhalte der Valorenklasse II (s. Frage 02.03., z.B. Schmuck, Edelsteine, Münzen, Tickets oder wichtige Dokumente) bis zu einem Wert von 500 € pro Brief oder Bargeld und andere Zahlungsmittel bis zu einem Wert von 100 € pro Brief (Standard, Kompakt, Groß, Maxi oder Maxi mit Zusatzentgelt) innerhalb Deutschlands verschickt werden sollen. Übersteigt der Wert des Sendungsinhalts diese Einzelvorgaben (500 € Sachwert oder 100 € Geldwert) hat das einen kompletten Haftungsausschluss zur Folge (keine Erstattung).

Wichtig ist jedoch, dass aus Sicherheitsgründen täglich nur ein Brief an ein und denselben Empfänger sowie insgesamt nur fünf Briefe pro Tag von dem gleichen Absender mit Wert National aufgegeben werden dürfen (Folge bei Nichteinhaltung auch hier Haftungsausschluss). Eine Sendungskennzeichnung mit der Aufschrift Wert National oder ähnlichen auf den Inhalt hinweisenden Beschriftungen ist nicht erlaubt, eine derartig gekennzeichnete Sendung wird am Schalter aus Sicherheitsgründen nicht entgegen genommen.

Ist eine Kombination von Sach- und Geldwerten innerhalb eines Briefes erlaubt?

Nein, eine Kombination von Sachwert und Bargeld ist grundsätzlich ausgeschlossen. Sie dürfen Wert National entweder für Bargeld oder andere Zahlungsmittel bis zu einem Wert von maximal 100 € pro Brief oder für wertvolle Gegenstände der Valoren Klasse II bis zu einem Wert von maximal 500 € je Brief nutzen. Haben Sie dennoch eine Kombination in der Briefsendung, müssen Sie sich bei der Einlieferung am Schalter auf Nachfrage des Filialmitarbeiters entscheiden, welche Haftungsleistung - also für den Sachwert oder das Bargeld - Sie im Verlustfall in Anspruch nehmen möchten.

Was kostet Wert National?

Der Service Wert National kostet 4,30 € zzgl. dem entsprechenden Entgelt für die jeweilige Basissendung (z.B. 70 Cent für den Standardbrief). Außerdem ist es möglich, Wert National mit den Leistungen Rückschein und/oder Eigenhändig zu kombinieren. Bitte beachten Sie, dass das Entgelt für Wert National nicht auf der Sendung verklebt werden darf. Deshalb ist eine Frankierung und Bezahlung in einer Filiale der DP AG zwingend erforderlich.

Wie wird Wert National bezahlt?

Das Entgelt von Wert National setzt sich aus dem entsprechenden Porto des genutzten Basisprodukts (z.B. Porto für den Maxibrief) plus dem Entgelt für den Service Wert National zusammen. Falls Sie darüber hinaus noch die Kombination mit den Zusatzleistungen Eigenhändig, Rückschein oder beiden wählen, wird hierfür jeweils zusätzlich das entsprechende Entgelt fällig. Wichtig ist, dass Sie die Sendung immer am Schalter durch unseren Filialmitarbeiter freimachen machen lassen müssen, d.h. eine Briefsendung mit Wert

National muss immer am Schalter eingeliefert und auch dort bezahlt werden (Ausnahme: Das Entgelt für die Basissendung - z.B. Porto Maxibrief –  können Sie bereits vorab mit allen üblichen Freimachungsarten auf die Sendung aufbringen oder auch einen Plusbrief nutzen). Die Kombination des Services Wert National mit der Freimachungsart "Einschreiben mit Internetmarke" ist leider ausgeschlossen.

Mit welchen zusätzlichen Leistungen ist Wert National kombinierbar?

Die Kombination mit Eigenhändig und/oder Rückschein ist zugelassen.

Ist die Briefsendung mit dem Service Wert National online verfolgbar?
Ja, eine Sendungsverfolgung ist bei Wert National möglich. Den Sendungsstatus Ihrer Sendung können Sie anhand der Sendungsnummer, die Sie auf Ihrem Einlieferungsbeleg finden, im Internet unter www.deutschepost.de/briefstatus abrufen oder unter der Servicenummer 0228 4333112, Mo-Fr 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) erfragen.

Vorbereitung

Inwieweit kann ich Wert National bereits zu Hause vorbereiten?

Wählen Sie einen geeigneten ggf. wattierten Umschlag, damit die Sendung vor Verlust und Beschädigung geschützt verpackt ist. Der Briefumschlag darf nicht als Wert oder ähnliches („wertvoll“ „wichtig“,…) gekennzeichnet sein, damit keine Rückschlüsse auf den Inhalt möglich sind. Eine offensichtliche Kennzeichnung hat eine Annahmeverweigerung am Schalter zur Folge. Falls Sie den Umschlag bereits mit dem entsprechenden Porto für die Basissendung (aber nicht für den ServiceWert!) zu Hause vorfrankieren möchten oder einen Plusbrief nutzen möchten, ist das möglich.

Außer der „Internetmarke mit Einschreiben“ sind alle üblichen Freimachungsarten möglich. Das Entgelt für die Leistung Wert National ist jedoch erst am Schalter zu bezahlen und die Sendung wird auch erst dort von unserem Mitarbeiter entsprechend frankiert. Bitte beachten: Die Vorfrankierung auf der Sendung darf lediglich das Basisentgelt zzgl. Einschreiben (2,50 €) betragen. Die Annahme eines vollständig frankierten Briefumschlags müssen wir aus Sicherheitsgründen leider verweigern, da aufgrund der Höhe  der Freimachung der Service Wert National zu erkennen wäre.

Wie setzt sich das Entgelt für Wert National zusammen?

Für Wert National zahlen Sie das Porto für die Basissendung, d.h. den Standard-, Kompakt-, Groß-, Maxi- oder Maxibrief Plus innerhalb Deutschlands. Hinzu kommt das Entgelt für Wert National und ggf. noch für die gewünschten Zusatzleistungen Eigenhändig und/oder Rückschein. Das Produkt Wert National enthält die Leistungsbestandteile des Einschreibens – was auch auf dem Einlieferungsbeleg als „Einschreiben“ separat aufgeführt ist.

Wert National muss am Schalter eingeliefert und bezahlt werden. Bitte beachten: Die Vorfrankierung auf der Sendung darf lediglich das Basisentgelt zzgl. Einschreiben (2,50 €) betragen.

Was darf als Wert National verschickt werden?

Die nachfolgend aufgeführten Wertpapiere und anderen Wertgegenstände (Valoren Klasse II) sind nur bis zu einem tatsächlichen Wert von 500 € pro Brief zugelassen. Bargeld oder andere Zahlungsmittel sind bis zu einem Wert von 100 € pro Brief zulässig. Eine Kombination von Sachwerten und Bargeld innerhalb eines Briefs ist nicht zulässig. Es darf nur ein Brief pro Tag an den gleichen Empfänger geschickt und von einem Absender dürfen maximal fünf Briefe mit Wert National pro Tag verschickt werden.

Zu den Valoren der Klasse II zählen:
Wertpapiere
, d.h. bank- und geldwerte Papiere, für die Im Schadensfall keine Sperrung sowie kein Aufgebots- und Ersatzverfahren durchgeführt werden kann und die leicht auf Dritte übertragbar sind, zum Beispiel

  • Gültige Briefmarken (inländische und ausländische)
  • Dividendengutscheine (auch entwertete)
  • Gewinnanteilsscheine
  • Eintrittskarten und Fahrkarten (übertragbar)
  • Gutscheine, Coupons (auch entwertete)
  • Schecks, deren Einlösung garantiert ist und Blankoreiseschecks
  • Steuerbanderolen, Zinsscheine (auch entwertete)

Weitere Wertgegenstände:

  • Scheckkarten
  • Kreditkarten
  • Gültige Telefonkarten (inländische und ausländische)
  • Pay-TV-Karten
  • Edelmetalle (neu, gebraucht oder defekt), z.B. Gold, Silber, Platin, als Barren, Goldnuggets, Gold- und Silbermünzen oder Draht aus Edelmetall
  • Schmuck (z.B aus Perlen, Korallen, Bernstein)
  • Verarbeitetes Zahngold
  • Uhren
  • Edelsteine
  • Kunstgegenstände, Gemälde und Antiquitäten, Unikate und sonstige Kostbarkeiten (z.B. Sammlerobjekte, die einen Sammlerwert besitzen, wie z.B. Briefmarken, Münzen, Figuren, etc.)

Valoren der Klasse I, d.h. alle anderen Wertgegenstände sind bis zu einem Wert von 500 € pro Brief zugelassen.

Welche Beschränkungen gibt es hinsichtlich der Maße und Gewichte für Wert National?

Die Beschränkungen gelten analog der Briefprodukte National. Im Einzelnen:

Standard
Länge: 140 - 235 mm
Breite: 90 - 125 mm
Höhe: max. 5 mm
Gewicht: max. 20 g

Kompakt
Länge: 100 - 235 mm
Breite: 70 - 125 mm
Höhe: max. 10 mm
Gewicht: max. 50 g

Groß:
Länge: 100 - 353 mm
Breite: 70 - 250 mm
Höhe: max. 20 mm
Gewicht: max. 500 g

Maxi Plus:
Bis zu den Höchstmaßen 600 × 300 × 150 mm (L × B × H) oder L + B + H = 900 mm, dabei keine Seite länger als 600 mm; bis zum Höchstgewicht 2.000 g

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass Ihre Geld- oder Sachwerte – beispielsweise durch wattierte Umschläge – vor Beschädigung sicher verpackt sind.

Kann man Wert National auch ins Ausland versenden?

Nein. Für wertvolle Sendungen ins Ausland können Sie das Produkt Wert International nutzen.

Versandprozess

Wo und wie liefere ich Wert National ein?

Wert National müssen Sie am Schalter einer Postfiliale einliefern und auch dort bezahlen. Hierfür können Sie jede Filiale der Deutschen Post aufsuchen (Die Filiale in Ihrer Nähe finden Sie unter www.Postfinder.de). Sie zahlen das Entgelt für die entsprechende Basissendung (also Standard-, Kompakt-, Groß-, Maxi- und Maxibrief Plus), das Entgelt für Wert National und ggf. für die gewünschte Zusatzleistung Eigenhändig und/oder Rückschein. Unser Schaltermitarbeiter frankiert den Brief für Sie und stellt Ihnen eine Einlieferungsquittung aus, die Sie im Haftungsfall vorlegen müssen.

Da Wert National die Leistungsbestandteile des Einschreibens beinhaltet, finden Sie auf Ihrem Einlieferungsbeleg das Einschreiben auch separat aufgelistet. Als Absender dürfen Sie pro Empfänger nur einen Brief mit Wert National an einem Tag verschicken und auch insgesamt nur höchstens 5 Briefe mit Wert National pro Tag.

Kann ich einen Brief mit Wert National in den Briefkasten einwerfen?

Nein. Briefe mit dem Service Wert National müssen in einer Filiale der Deutschen Post (www.Postfinder.de) eingeliefert werden. Dort werden Sie frankiert und Sie erhalten einen für die Haftungszahlung zwingend erforderlichen Einlieferungsbeleg.

Gibt es auch einen Einlieferungsbeleg für Wert National?

Ja. Bei der Abgabe und Bezahlung am Schalter erhalten Sie von unserem Mitarbeiter eine Einlieferungsquittung mit einer Sendungsnummer. Dieser Beleg ist für die Erstattung im Verlust- oder Beschädigungsfall als Haftungsgrundlage unverzichtbar. Bitte bewahren Sie diesen deshalb gründlich auf. Da Wert National die Leistungsbestandteile des Einschreibens beinhaltet, finden Sie auf Ihrem Einlieferungsbeleg das Einschreiben auch separat aufgelistet.

Mit der Sendungsnummer können Sie den Sendungsstatus von Wert National im Internet verfolgen oder unter oder unter der Servicenummer 0228 4333112, Mo-Fr 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) erfragen.
Wie schnell wird Wert National zugestellt?

Für die Zustellung von Wert National gilt die Laufzeitvorgabe E+1 (1 Tag nach Einlieferung). Die Deutsche Post AG gewährt allerdings keine Laufzeitgarantie. Muss Wert National benachrichtigt und in der Filiale zur Abholung bereit gelegt werden, weil der Empfänger nicht persönlich angetroffen wird, verlängert sich die Zustelldauer entsprechend (Lagerdauer in der Filiale maximal 7 Werktage).

Wie wird Wert National zugestellt?

Da Wert National Leistungsbestandteile des Einschreibens enthält, wird es auch analog zum (Übergabe-)Einschreiben vom Zusteller der Deutschen Post an den Empfänger, seinen Bevollmächtigten oder einen anderen Empfangsberechtigten übergeben. Der Zusteller lässt sich den Empfang der Sendung per Unterschrift bestätigen.

Wählen Sie als Absender zusätzlich die Zusatzleistung Eigenhändig und/oder Rückschein, wird die Sendung nur an den Empfänger persönlich zugestellt bzw. nach erfolgter Auslieferung wird ein Rückschein an Sie zurück gesandt.

An wen wird Wert National grundsätzlich ausgeliefert (ohne die Zusatzleistung Eigenhändig)?
  • An den Empfänger
    - eine natürliche Person
    - eine Person, die vom Gericht ausdrücklich als Empfänger oder als Empfangsberechtigten für andere Personen angeordnet ist
  • An einen Empfangsbevollmächtigten
    Er wird vom Empfänger schriftlich bevollmächtigt, Sendungen für ihn in Empfang zu nehmen.
    Bei juristischen Personen, Gesellschaften und Gemeinschaften muss immer ein Empfangsbevollmächtigter
    benannt sein.
  • An einen Ersatzempfänger
    - alle Angehörigen des Empfängers oder seines Ehegatten,
    - in den Räumen des Empfängers anwesende Personen, von denen man annehmen kann, dass sie zum Empfang der Sendungen berechtigt sind,

- der Inhaber oder Vermieter der in der Anschrift angegebenen Wohnung,
- der Inhaber einer Schließfachanlage und die in seinem Betrieb beschäftigten Personen

  • Bei Sendungen an Empfänger in Behörden, Firmen (Arbeitsplatzanschriften) und Gemeinschaftsunterkünften,
    darf diese der Postempfangsbeauftragte entgegennehmen. Das entsprechende Formular ist in jeder Filiale der Deutschen Post erhältlich.

Hinweis: Soll nur der Empfänger persönlich die Sendung gegen Unterschrift ausgehändigt bekommen, wählen Sie zusätzlich zu Wert National die Leistung Eigenhändig.

Kann Wert National auch an eine Postfachadresse gesandt werden?

Ja, ein Versand von Wert National an eine Postfachadresse ist möglich.

Kann Wert National auch postlagernd geschickt werden?

Ja. Der Versand von Wert National ist auch postlagernd möglich.

Was passiert, wenn der Empfänger von Wert National nicht zu Hause ist und auch kein Ersatzempfänger die Sendung annimmt?

Ist die persönliche Zustellung nicht möglich, hinterlässt der Zusteller eine Benachrichtigung im Briefkasten des Empfängers. Mit dieser Benachrichtigung kann die Sendung innerhalb von 7 Werktagen bei der benannten Postfiliale abgeholt werden, und zwar vom Empfänger selbst oder von Empfangsbevollmächtigten.

Was passiert, wenn der Empfänger Wert National nicht annimmt?

Empfänger, Empfangsbevollmächtigte und Postempfangsbeauftragte können die Annahme eines Briefes mit dem Service Wert National verweigern. Ersatzempfänger sind dazu nicht berechtigt. In diesen Fällen wird die Sendung analog Einschreiben an den Absender zurückgesandt.

Was passiert, wenn der Empfänger einen Nachsendeauftrag erteilt hat?

Falls der Empfänger einen Nachsendeauftrag erteilt hat, werden auch Briefe mit dem Service Wert National an die neue Adresse weitergeleitet. Die Nachsendefrist beträgt 6 oder 12 Monate (eine Verlängerung von weiteren 6 Monaten ist möglich).

Reklamation

Welche Haftungssumme wird gewährt?

Bei einem Sendungsverlust, Sendungsteilverlust oder bei Beschädigungen haftet die Deutsche Post für Bargeld oder andere Zahlungsmittel bis zu einem Wert von maximal 100 € pro Brief oder für wertvolle Gegenstände der Valoren Klasse II (s. Frage 2.03.) bis zu einem Wert von maximal 500 € je Brief. Die maximale Haftung beläuft sich auf den tatsächlichen Wert des Inhalts einer Sendung, wobei täglich nur ein Brief an ein und denselben Empfänger sowie insgesamt nur fünf Briefe pro Tag mit solchen Inhalten und dem Service Wert National von Ihnen aufgegeben werden dürfen. Um den Wert der versandten Ware im Haftungsfall belegen zu können, ist es erforderlich, dass Sie ihn durch einen entsprechenden Beleg nachweisen („Wertnachweis“, in Kopie).

Als Wertnachweis kann sowohl eine Rechnung, ein Kassenbon, ein Kontoauszug, etc. (jeweils in Kopie) dienen. Bei der Erstattung wird jedoch immer der Zeitwert zu Grunde gelegt. Bei Bargeld kann grundsätzlich kein Wertnachweis erbracht werden.

Verstoßen Sie gegen die Versandvorschriften (s. Frage 04.02. – Haftungsausschluss), kann das einen vollständigen Haftungsausschluss oder eine Reduzierung des Haftungsbetrages zur Folge haben.

Wann liegt ein Haftungsausschluss/Haftungsminderung vor?

Die Haftung ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn

  • der versandte Sachwert pro Brief 500 € oder das versandte Bargeld oder andere Zahlungsmittel 100 € pro Brief überschritten haben
  • wenn der Absender mehrere Briefe mit Wert National pro Tag an den gleichen Empfänger versandt hat
  • der Absender mehr als fünf Briefe mit Wert National an einem Tag eingeliefert hat
  • aufgrund der Frankatur auf dem bereits vorfrankierten Umschlag ersichtlich ist, dass es sich um eine Briefsendung mit dem Service Wert National handelt (z.B. Briefmarken im Wert von 4,30 € plus Basisentgelt)
  • in einem Brief Wert National Sachwerte und Bargeld kombiniert werden (in diesem Fall müssen Sie sich bei der Einlieferung festlegen, ob Sie für Sachwert oder Bargeld Haftungsleistung erhalten möchten – eine Kombination ist ausgeschlossen)
  • der Empfänger durch eine Empfängererklärung bestätigt, dass er die Sendung erhalten hat
  • die äußere Verpackung Rückschlüsse auf den Wert des transportierten Inhalts zulässt (z.B. Kennzeichnung mit „Wert National“, „wichtig“, „wertvoll“ oder ähnliches)
  • das Transportgut nach AGB Brief national von der Beförderung ausgeschlossen ist (z.B. Verbotsgut)
  • der Absender seinen Obliegenheiten gem. AGB Brief national grob verletzt hat (z.B. unsachgemäße Verpackung , Kennzeichnung als „wertvoll“)
  • die Sendung vom Absender nicht ausreichend vor Verlust und Beschädigung geschützt eingeliefert wurde
Welche Unterlagen sind für die Forderung einer Haftung notwendig?

Bitte senden Sie (in Kopie!) folgende Unterlagen ein:

  • Nachforschungsauftrag
  • Einlieferungsbeleg der Filiale (mit Sendungsnummer)
  • Wertnachweis (außer bei Bargeld)

Möchten Sie einen Sendungsverlust, Teilverlust oder eine Beschädigung Ihres Briefes mit Wert National reklamieren, benötigen Sie den Einlieferungsbeleg, den Sie bei der Abgabe Ihrer Sendung in der Filiale ausgehändigt bekamen. Des weiteren müssen Sie mit einem Beleg (in Kopie, z.B. Rechnung, Kassenbon, Kontoauszug) den Wert des versendeten Gutes nachweisen („Wertnachweis“; bei Bargeld nicht möglich). Bitte beachten Sie, dass für die Höhe der Haftungszahlung der Zeitwert zugrunde gelegt wird.

Nachdem Sie das Formular „Nachforschungsauftrag“ im Internet aufgerufen, ausgefüllt, unterschrieben und an den Kundenservice geschickt haben (Adresse: Deutsche Post AG, Kundenservice BRIEF, 53247 Bonn), recherchiert die Deutsche Post mit Hilfe der Sendungsnummer den Verbleib Ihrer Sendung. Der Kundenservice sendet Ihnen das Nachforschungsformular auf Wunsch auch per Post zu (Service-Nummer 0228 4333112, Mo-Fr 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen). Bei vollständigem Verlust einer Sendung holen wir zusätzlich vom Empfänger eine Empfängererklärung ein.
An wen kann ich mich bei Haftungsforderungen bzw. Reklamationen wenden?
Können Sie das Formular „Nachforschungsauftrag“ nicht im Internet herunterladen oder werden Ihre Fragen unter www.deutschepost.de/wert nicht vollständig beantwortet, können Sie sich auch an folgende Servicenummer: 0228 4333112, Mo-Fr 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) wenden.
Wo erhalte ich die notwendigen Formulare im Falle einer Reklamation?
Das Formular „Nachforschungsauftrag“ finden Sie hier oder unserer Kundenservice schickt es Ihnen auf Anfrage auch gerne per Post zu (Kundenservice: 0228 4333112, Mo-Fr 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen). Haben Sie das Formular – auch gerne online - ausgefüllt und unterschrieben, legen Sie bitte den Einlieferungsbeleg (in Kopie) vom Schalter sowie eine Kopie des entsprechenden Wertnachweises bei und schicken Sie die Unterlagen zur Bearbeitung an den Kundenservice (Adresse: Deutsche Post AG, Kundenservice BRIEF, 53247 Bonn).
Nach welchem Zeitraum bekommt der Absender im Haftungsfall die Haftungssumme erstattet?

Bitte beachten Sie, dass Briefe erst 7 Tage nach Einlieferung als verloren gelten. Eine Nachforschung können Sie daher erst ab dem 8. Tag nach der Einlieferung beauftragen. Nach Vorliegen aller für den Haftungsprozess erforderlichen Unterlagen (Formular „Nachforschungsauftrag“, Einlieferungsbeleg, Wertnachweis, ggf. Empfängererklärung) beginnt die Frist von 21 Tagen, nach der die Haftungssumme auf das angegebenen Konto überwiesen wird.

Welche Haftungssumme habe ich zu erwarten?

Bei der Erstattung eines (teilweise) verlorenen gegangenen oder beschädigten Gegenstandes orientiert sich die Deutsche Post AG grundsätzlich an dem beigelegten Wertnachweis, wobei immer der Zeitwert des versandten wertvollen Gutes zur Bestimmung der Haftungshöhe zu Grunde gelegt wird, maximal jedoch 500 € pro Brief. Bei Versand von Bargeld erhalten Sie maximal 100 € pro Brief (bei Bargeld kein Wertnachweis möglich).