Postzustellungsauftrag Fragen und Antworten

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Hier erhalten Sie kompetente Antworten zum Postzustellungsauftrag (PZA).

Postzustellungsauftrag

Was bietet der PZA?
Durch einen PZA werden amtliche Schriftstücke nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung zugestellt. Diese Zustellung wird mit einer Urkunde dokumentiert.
Welche Vorteile hat der PZA?
Die qualifizierte Zustellung von Schriftstücken / Dokumenten innerhalb Deutschlands, für die die Rechtswirkung nach der Zivilprozessordnung verpflichtend oder auch gewünscht ist. Der Empfänger kann sich dieser Zustellung nicht willkürlich entziehen.
Über die Zustellung oder Niederlegung erstellt die Deutsche Post eine öffentliche Urkunde als Beleg für den Auftraggeber.
Bei Verwendung von Zustellungsurkunden mit Barcode ist Track & Trace über Internet oder Telefon möglich.
Für welche Anlässe ist der PZA gedacht?
Vor allem Vorladungen, Bußgeld- und Mahnbescheide, aber auch andere Schriftstücke, für die eine sichere, dokumentierte und zeitlich nachvollziehbare Zustellung gemäß Zivilprozessordnung verpflichtend ist oder gewünscht wird. Auftraggeber sind daher grundsätzlich Verwaltungsbehörden von Bund, Ländern und Kommunen (zum Beispiel Bußgeldstellen), Gerichte und Gerichtsvollzieher, Schiedsmänner / -frauen.
Wo gibt es schriftliche Informationen zum PZA?
Auf diesen Seiten und in der Broschüre "Postzustellungsauftrag" sind alle Informationen übersichtlich und verständlich zusammengefasst.
Wie groß ist die Zuverlässigkeit des PZA?
Ein möglichst hoher Qualitätsstandard ist für die Deutsche Post AG selbstverständlich und wird durch laufende Fortbildung sichergestellt und möglichst optimiert.
Gibt es Alternativen zum PZA?
Als Alternative käme das Einschreiben mit Rückschein in Frage, soweit die förmliche Zustellung nach der Zivilprozessordnung nicht zwingend vorgeschrieben ist.
Woher bekomme ich noch mehr Informationen?

Kundenservice BRIEF
Tel.: 0180 6 555555
(20 ct je Verbindung aus den dt. Festnetzen; max. 60 ct je Verbindung aus den dt. Mobilfunknetzen)
Mo-Fr  von 8 - 18 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen)
Fax: 0180 25555
E-Mail: sm.pza@deutschepost.de

Gibt es für den PZA Gewichts- oder Größenvorgaben und -beschränkungen?

Es werden ausschließlich Umschläge und Formulare eingesetzt, die mit den zuständigen Behörden abgestimmt sind. Der äußere Umschlag sollte nach Möglichkeit nicht größer sein als 238 × 125 mm, generell gelten für den äußeren Umschlag die Höchstmaße wie für Briefe. Ein Höchstgewicht ist nach PostG nicht vorgegeben.

Kann ein PZA auch an eine ausländische Adresse versandt werden?
Nein, nur für Zustellanschriften im Bereich der Bundesrepublik Deutschland.
Was kostet der PZA?

Ein Postzustellungsauftrag kostet derzeit 3,45 €*. Hiermit sind alle Leistungen für den Auftraggeber abgegolten, also auch die Rücksendung der ausgefüllten Zustellungsurkunde als gewöhnlicher Brief, gegebenenfalls die Rücksendung des Auftrages bei Undurchführbarkeit sowie gegebenenfalls auch die Niederlegung des Schriftstückes oder die Rücksendung nicht abgeholter Schriftstücke.
Bei Versendung von regelmäßig mindestens 5.000 PZA pro Kalenderjahr über die Deutsche Post kann es Sonderkonditionen geben. Voraussetzungen für Sonderkonditionen sind der Abschluss eines Rahmensvertrages mit der Deutschen Post AG und die Erbringung von Mindesteinlieferungsmengen. Zudem muss auf jeder Zustellungsurkunde (ZU) ein Barcode aufgebracht werden. Auf Wunsch können ZU mit eingedrucktem Barcode kostenlos bei der Deutschen Post AG bezogen werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater der Deutschen Post. Folgende Vertragsprodukte mit entsprechenden Mindesteinlieferungsmengen werden angeboten:

PZA Vertragsprodukte:

  • PZA ab 10.000 Stück pro Kalenderjahr: 2,32 €*
  • PZA ab 72.000 Stück pro Kalenderjahr: 2,19 €*


ePZA Vertragsprodukte (inkl. elektronischer Erfassung und Bereitstellung der ZU-Daten und Images):

  • ePZA ab 5.000 Stück pro Kalenderjahr: 3,09 €*
  • ePZA ab 10.000 Stück pro Kalenderjahr: 2,63 €*
  • ePZA ab 72.000 Stück pro Kalenderjahr: 2,51 €*

* zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer

 

Wie bezahlt man einen PZA?

Der PZA wird auf dem äußeren Umschlag freigemacht (Briefmarken, Internetmarke, Produktmarke Postzustellungsauftrag, Freistempelabdruck oder DV-Freimachung).

Wie und wo beauftragt man einen PZA?

Der Kunde steckt die vorbereitete Zustellungsurkunde und den mit einer Anschrift versehenen und verschlossenen Innenumschlag, der das eigentliche Schriftstück / Dokument enthält, in einen besonderen Versandumschlag (äußerer Umschlag) . Dieser Außenumschlag ist der eigentliche Auftrag; er wird mit dem Auftragsentgelt freigemacht. Der Außenumschlag trägt die Anschrift des zuständigen Zustellstützpunktes: Deutsche Post AG, Zustellstützpunkt, Postleitzahl und Bestimmungsort (aus der Anschrift des PZA). Die Einlieferung ist möglich über Briefkasten und Filiale bzw. Agentur der Deutschen Post, bei größeren Einlieferungen auch über eine Großannahmestelle.

Wenn die Postzustellungsaufträge mittels Freistempelabdruck oder Briefmarken frankiert werden, dann müssen diese gemeinsam mit einer Einlieferungsliste Postzustellungsauftrag in einer Filiale oder einer Großannahmestelle der Deutschen Post eingeliefert werden.

Wie schnell wird ein PZA erledigt?
Beim nächsten Zustellgang nach Eingang des Auftrages beim Zustellstützpunkt. Die Urkunde trifft in der Regel innerhalb von drei bis vier Werktagen beim Auftraggeber ein.
Wie groß ist der (Zeit-)Aufwand für die Kunden?
Die Kunden müssen lediglich die Zustellungsurkunde vorbereiten, mit dem verschlossenen inneren Umschlag (Schriftstück) in den äußeren Umschlag (Auftrag) einlegen, diesen freimachen und mit der Anschrift des Zustellstützpunktes versehen. Dann wird der PZA wie ein gewöhnlicher Brief eingeliefert.
Wo und wie erhalten die Kunden Formulare und Umschläge zum PZA?
Formulare und Umschläge erstellt der Kunde grundsätzlich selber nach den vorgegebenen Mustern.
Zustellungsurkunden können aber über das Servicemanagement PZA kostenlos bezogen werden (mit Barcode-Eindruck).
Wie wird der PZA zugestellt?
Die förmliche Zustellung entsprechend der Zivilprozessordnung erfolgt entweder durch persönliche Übergabe an einen Empfangsberechtigten (Empfänger oder Ersatzempfänger), durch Einlegen in den Hausbriefkasten oder durch Niederlegung mit entsprechender Benachrichtigung. Das niedergelegte Schriftstück wird drei Monate zur Abholung bereitgehalten, auf Verlangen des Empfängers wird es entgeltpflichtig zugesandt. Wenn es innerhalb der Lagerfrist nicht ausgeliefert werden konnte, wird es an den Auftraggeber zurückgesandt. Der Auftraggeber erhält eine Urkunde als Bestätigung der Zustellung / Niederlegung.
Welche Regress- / Schadenersatzansprüche haben die Kunden bei Fehlern der Post?

1. Transport
Für die Beförderung des Postzustellungsauftrages zum Zustellstützpunkt sowie für die Rücksendung der ausgefüllten Urkunde, des nicht abgeholten Schriftstückes und nicht ausführbarer Aufträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG BRIEF NATIONAL (AGB BRIEF NATIONAL). Hiernach haftet die Deutsche Post für Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstehen, unbeschränkt. Für andere Schäden ist die Haftung ausgeschlossen, zum Beispiel bei Verlust (soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit).

2. Durchführung der förmlichen Zustellung
§ 35 PostG:
Für Schäden, die durch eine Pflichtverletzung bei der Durchführung der förmlichen Zustellung entstehen, haftet der verpflichtete Lizenznehmer nach den Vorschriften über die Schadenersatzpflicht eines öffentlich-rechtlichen Dienstherrn für seine Bediensteten im hoheitlichen Bereich.

An wen wenden sich Kunden bei Reklamationen?
An den Kundenservice BRIEF, bei niedergelegten Schriftstücken an die genannte Niederlegungsstelle.