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Was muss ich über den Import von Waren wissen?

Was muss ich über den Import von Waren wissen?

Nicht alles, was Sie sich im Internet im Ausland bestellen können oder von "Privat" aus dem Ausland zugesandt bekommen, ist auch für die Einfuhr nach Deutschland zugelassen. Der Zoll prüft daher anhand der Zollanmeldung, ob möglicherweise ein Verstoß gegen Einfuhrbestimmungen vorliegt.  

Bitte informieren Sie sich daher im Voraus einer Bestellung über die rechtlichen Bestimmungen und Voraussetzungen.

Haben Sie Fragen zum Warenimport?

Warum sind Zollkontrollen und Zollanmeldungen notwendig?

Waren aus Nicht-EU-Ländern müssen beim Import nach Deutschland zollrechtlich behandelt werden. Die Zollanmeldung dient dem Zoll für die Erhebung von Einfuhrabgaben und zur Kontrolle der Einhaltung von Einfuhrbestimmungen.

Welche Einfuhrabgaben gibt es und ab welchem Warenwert fallen diese an?

Einfuhrmsatzsteuer ab einem Warenwert über 22 €  

Zoll ab einem Warenwert über 150 €  

Verbrauchssteuern – für alle verbrauchssteuerpflichtigen Waren, dazu zählen Tabak und Tabakwaren, Parfums und Eau de Toilette, alkoholische Erzeugnisse (Art. 23, 24 Zollbefreiungsverordnung) sowie Röstkaffee, löslicher Kaffee und andere kaffeehaltige Waren. (§1 Abs. 1 Einfuhrverbrauchssteuerverordnung)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Was versteht man unter Verboten und Beschränkungen?

Im Sinne des Zollrechts sind Verbote und Beschränkungen alle Sonderregelungen aus nationalem und europäischem Recht, die den freien Warenverkehr einschränken, mit dem Ziel, besonders gefährdete Bereiche zu schützen. Diese Regelungen finden bei der Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr von Warensendungen im Geltungsbereich der Vorschriften der Europäischen Union Anwendung. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Verdacht auf Verstoß gegen Verbote & Beschränkungen, was nun?

Wenn der Verdacht besteht dass eine Ware gegen ein Verbot oder eine Beschränkung verstößt, wird die Sendung zur weiteren Prüfung vom Zoll übernommen. 

Stellt sich heraus, dass der Inhalt einer Sendung nicht zur Einfuhr zulässig ist, erfolgt die Beschlagnahmung durch die Zollverwaltung. In der Regel wird daraufhin eine Rücksendung zum Versender oder eine Vernichtung der Ware vom Zoll angeordnet. 

Durch Vorlage geeigneter Unterlagen bzw. Nachweise kann eine Sendung dennoch zur Einfuhr zugelassen werden. Solche Unterlagen können sein: 

  • Vorlage von Einfuhrgenehmigungen, Bescheinigungen, Zertifikaten  
  • Inhaltsstoffangaben, Warnhinweise, bestimmte Kennzeichnungen (z.B. CE-Kennzeichen) usw. welche belegen, dass die Produktsicherheitsvorschriften eingehalten wurden.  
Was muss ich beachten, wenn ich eine Geschenksendung erwarte?

Unter einer privaten Geschenksendung versteht man eine Sendung nichtkommerzieller Art, die gelegentlich von einer natürlichen Privatperson in einem Drittland an eine andere natürliche Privatperson in Deutschland gesendet wird und ausschließlich zum persönlich Ge- und Verbrauch im Haushalt des Empfängers bestimmt ist. 

Für die Einfuhr von verbrauchssteuerpflichtigen Waren gelten Höchstmengen, bis zu deren Erreichen die Einfuhr abgabenfrei erfolgen kann. Werden diese Höchstmengen überschritten, so werden in Abhängigkeit von Art und Menge der Waren Einfuhrabgaben erhoben. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Besteht die Möglichkeit die Ware selbst beim Zoll anzumelden?

Sie haben die Möglichkeit, sich bei der Deutschen Post AG als Selbstverzoller zu registrieren. Dies bedeutet, dass zukünftig alle abgabenpflichtigen Sendungen direkt an das für Sie zuständige Zollamt weitergeleitet werden. Sie nehmen die zollrechtliche Abfertigung der Sendung im Anschluss selbst beim Zollamt vor. Die Auslagepauschale in Höhe von 6 € wird in diesem Fall nicht erhoben.

Mir wurde die nachträgliche Postverzollung angeboten. Was ist das?

Wir konnten eine an Sie gerichtete Postsendung nicht beim Deutschen Zoll zur Verzollung anmelden und mussten sie deshalb an das zuständige Zollamt weiterleiten. Dort können Sie nun Ihre Sendung selbst verzollen. Um Ihnen denn Weg zum Zollamt zu ersparen, bieten wir Ihnen den Service einer nachträglichen Postverzollung an. Das bedeutet, dass wir Sie bei der Zollabfertigung vertreten und Ihnen die Sendung anschließend auf gewohntem Wege zustellen. Die Kosten für diesen Service zahlen Sie erst nach erfolgreicher Verzollung. Wie das im Detail funktioniert, wird Ihnen in unserem Anschreiben erklärt.