Vom Briefkasten zur Haustür
1. Briefkasten: Die Reise beginnt
Sobald ein Brief in einen öffentlichen Briefkasten oder eine Poststation eingeworfen oder in einer Filiale abgegeben wird, geht’s los.
Briefkästen werden geleert und in den Filialen die Briefe abgeholt. Alle Briefe werden zum nächstgelegenen Briefzentrum gebracht.
2. Zwischenstation Briefzentrum: Maschinen machen Tempo
Im Briefzentrum des Absendegebietes werden die Briefe maschinell bearbeitet und für den Weitertransport vorbereitet. Pro Stunde werden hier im Schnitt bis zu 40.000 Sendungen automatisch verarbeitet. Moderne Maschinen lesen die Adressen, stempeln die Briefe und sortieren alles nach Zielregionen.
Dabei können sie auch kleinere Fehler in der Adresse automatisch korrigieren. Nur Briefe, die maschinell nicht lesbar sind, werden manuell nachbearbeitet.
Nachdem die Sendungen im Briefzentrum sortiert sind, werden sie für den Weitertransport vorbereitet.
Je nach Zielort geht es per LKW oder Bahn ins Briefzentrum der jeweiligen Zustellregion.
3. Briefzentrum des Zielgebiets: Vorsortierung für die Zustellung
Nach dem Transport kommen die Briefe im Briefzentrum des Zielgebietes an. Hier werden die Briefe für die Zustellung in der Region sortiert.
Da seit Jahren immer weniger Briefe verschickt werden, lohnen sich manche Touren nicht mehr jeden Tag. Deshalb werden im Briefzentrum manchmal Briefe für einen Werktag zurückgestellt und mit den Sendungen des nächsten Tages gebündelt. So werden unnötig lange Fahrten für nur wenige Briefe vermieden
Gut zu wissen: In den meisten Fällen ist ein Brief bereits nach zwei Werktagen beim Empfänger. Damit ist die Zustellung deutlich schneller als die gesetzliche Vorgabe, die bis zu vier Werktage für 99% der Briefe zulässt.
Einschreiben, Zeitungen, Pressepost und Lieferungen an Postfächer werden übrigens in der Regel direkt am nächsten Werktag zugestellt.
4. Vom Zustellstützpunkt zum Hausbriefkasten: Die letzte Etappe
Im Zustellstützpunkt bereiten die Zustellerinnen und Zusteller ihre Tour vor. Der größte Teil der Briefe, der aus dem Briefzentrum anliefert wurde, ist schon in der richtigen Reihenfolge für die Tour vorsortiert. Nur wenige Sendungen müssen noch von Hand in die richtige Reihenfolge gebracht werden.
Am Morgen beginnt dann die eigentliche Zustellung. Die Post wird in Taschen oder Behälter geladen, und die Zustellkräfte starten ihre Tour – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Zustellfahrzeug.
Sie folgen dabei festen Routen, die regelmäßig an das jeweilige Sendungsaufkommen angepasst werden.
Am Ende der Reise landet der Brief schließlich im Hausbriefkasten des Empfängers.