Typische Betrugsmaschen und wie Sie sich schützen können

Hinter einer harmlos wirkenden Job- oder Wohnungsanzeige kann sich eine miese Betrugsmasche verbergen, bei deren Erfolg in Ihrem Namen ein Bankkonto zur Geldwäsche eröffnet oder ein Kredit abgeräumt wird. Identitätsdiebstahl nennen dies die Fachleute. Die Konsequenz sind häufig Kreditschulden, auf denen Sie sitzen bleiben, und unter Umständen rechtliche Konsequenzen, die Sie tragen müssen. Wenn Sie von einer solchen Masche getäuscht wurden, erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle!

So sind Sie auf der sicheren Seite

Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie Sie sich schützen können.

  • Ihren POSTIDENT-Vorgang starten Sie selbst beim Vertragspartner, z.B. indem Sie auf der Website der Bank ein Konto eröffnen. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen jemand Fremdes eine Vorgangsnummer oder einen Link zu POSTIDENT schickt!
  • Wenn Sie ein Finanzprodukt per Video-Identifikation eröffnen: Nutzen Sie zum TAN-Empfang Kontaktdaten, auf die nur Sie allein Zugriff haben. Mit diesen Daten erhalten Sie später Zugriff auf Ihr Finanzprodukt.
  • Unsere Apps und Prozesse testen wir selbst. Wurden Sie als App-Tester beauftragt? Dann handelt es sich um Betrug.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein.
  • Wenn Sie Zweifel haben, kontaktieren Sie die Bank direkt über ihre offizielle Website. Ihre Identifizierung kann bis zur Klärung warten.

Welche aktuellen Maschen gibt es?

Betrüger sind einfallsreich, wenn es darum geht, Sie zu täuschen. Im Folgenden erklären wir Ihnen die häufigsten Maschen.

Es beginnt mit einer klassischen Job-Anzeige: Eine Firma sucht auf einem gängigen Job-Portal nach neuen Mitarbeitern im Homeoffice. Die Ausschreibung wirkt seriös, das Gehalt scheint gut. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens werden persönliche Daten abgefragt wie Name, Adresse oder Geburtsdatum. Das wird schließlich für den Arbeitsvertrag benötigt, oder nicht? Als Probearbeit oder Teil des richtigen Jobs soll der Bewerber dann die Identifizierung zur Kontoeröffnung einer Bank mittels POSTIDENT testen. Das diene der Marktforschung. Dabei sind die Betrüger eifrig im Beschwichtigen: "Keine Sorge, es wird kein echtes Konto eröffnet." Doch genau das passiert. Es wird ein Konto im Namen des ahnungslosen Bewerbers eröffnet und die Betrüger haben Zugriff darauf. Hiermit betreiben sie Geldwäsche oder schöpfen den Dispokredit aus. Leidtragender ist der "Bewerber", der auf den Schulden sitzen bleibt oder sich im Falle der Geldwäsche sogar strafbar macht.

Wichtig: POSTIDENT eröffnet keine Testkonten!

Auch rund um die Wohnungsmiete versuchen Betrüger, Identitäten abzugreifen. Mit einer Anzeige einer attraktiven Wohnung in begehrter Lage fängt es an. Der Kontakt ist nett und sympathisch. Ja, die Wohnung sei noch verfügbar. Aufgrund der hohen Bewerberzahl bittet er um nähere Informationen wie Gehaltsnachweis und Anschrift. Das alles ist nicht unüblich auf dem umkämpften Wohnungsmarkt. Doch beim nächsten Schritt beginnt der Betrug: Der Bewerber wird aufgefordert, sich bei POSTIDENT zu identifizieren. Dazu bekommt er einen Link oder Filial-Coupon zugeschickt. Wozu? Angeblich, um die Bonität zu prüfen oder die Identität zu bestätigen. Tatsächlich wird im Namen des Bewerbers ein Konto eröffnet oder ein Kredit abgeschlossen.

Wichtig: POSTIDENT arbeitet nicht mit Immobilienvermittlungen zusammen!

Achtung vor Geldanlagen, die zu gut klingen, um wahr zu sein!

"Du kannst mehr aus deinem Geld machen." Das verspricht ein sympathischer "Broker" neuen Kunden. Aus 250 € des Kunden macht er innerhalb weniger Tage 300 €. So überzeugt er seinen Kunden, einen Kredit aufzunehmen, um mehr Geld investieren zu können. Der Broker schließt im Namen des Kunden den Kreditvertrag ab, der Kunde identifiziert sich via POSTIDENT. "Keine Sorge, den Vertrag kannst du innerhalb von 14 Tagen widerrufen," beschwichtigt der "Broker", mit dem der Kunde inzwischen per Du ist und sich über gemeinsame Hobbys austauscht. Die Kreditsumme erhält der Broker, der Kunde erhält im Gegenzug eine gefälschte Übersicht, die zeigt, wie sich angeblich sein Geld vervielfacht. Tatsächlich sind das Geld und der Broker weg. Was dem Kunden bleibt, ist eine unbezahlte Kreditschuld auf seinen Namen.

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