Kontrolliertes Chaos

Beim Fahrdynamiktraining ging's für die Motorsporttalente ausnahmsweise mal nicht in erster Linie um Speed, sondern vor allem um Sicherheit: "Blockierende Räder, ein außer Kontrolle geratenes Auto, eine Notbremsung - das sind alles Dinge, die auf der Rennstrecke genauso passieren können wie auf der Landstraße", erklärt Christian Menzel (früher selbst Profipilot - 2005 etwa Gesamtsieger im Porsche Carrera Cup, heute Speed-Academy-Jurymitglied), der die intensive Fahrschule bei Suzuki leitete.

Das Ziel: Die Speed-Akademiker sollten lernen, in Gefahrensituationen reflexartig richtige Entscheidungen zu treffen. "Wir haben also bestimmte Verhaltensmuster geschult, die ihnen bei der Fahrzeugkontrolle helfen," so Menzel. "Diese Muster müssen so oft wie möglich wiederholt werden, damit die Jungs sie künftig notfalls ganz automatisch anwenden." Dazu wurden mit dem 136 PS starken Suzuki Swift verschiedenste Szenarien durchgespielt: Die Förderkandidaten mussten sich in ihrem Wagen zum Beispiel auf einer Schleuderplatte kontrolliert aus der Bahn werfen lassen oder auf plötzlich auftauchende Hindernisse reagieren - was nicht ganz einfach ist, wenn man seine Rennfahrer-Sporen normalerweise im Formel-Boliden verdient: "Im Cockpit muss man ja immer wieder blitzartig richtig reagieren. Das kann man also gar nicht oft genug trainieren", weiß Michael Waldherr (ADAC Formel Masters, 2015 neu in der Speed Academy) nur zu gut. "Im Serienauto war das  jedoch ganz schön ungewohnt. Das verhält sich einfach total anders." Wieder was gelernt also. Und mit dem Suzuki Swift Sport habe das auch noch so richtig Spaß gemacht, freut sich der 18-Jährige.

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