Timo, Teamwork, Timing!

Wie ein Schweizer Uhrwerk

Gentlemen, start your engines!, heißt es bei der "besten Tourenwagenserie der Welt" (so das britische Fachmagazin "Autosport") wenn die Teams von Audi, BMW und Mercedes um den DTM-Titel kämpfen. Auch wenn bei den Rennen die Augen unweigerlich auf die Piloten gerichtet sind, ist moderner Motorsport absolut keine One-Man-Show - vielmehr spielen Teamwork und Teamgeist auf und neben der Strecke eine mindestens genauso entscheidende Rolle wie die Piloten-Performance am Lenkrad: Beim BMW Team RMG gibt eine perfekt eingespielte Truppe aus Ingenieuren, Mechanikern, Technikern und anderen Experten permanent Vollgas, um für ihre beiden Fahrer Timo Glock und Marco Wittmann die bestmöglichen Racing-Voraussetzungen zu schaffen.

Wenn man Timo im Umgang mit seiner Crew beobachtet, fällt sofort auf: Der gebürtige Odenwälder ist ein echter Teamplayer. Als erfahrener (früherer) Formel-1- und DTM-Pilot (der sich übrigens nebenbei auch als Jurymitglied der Deutsche Post Speed Academy engagiert) weiß Glock nur zu gut: Ohne die Jungs an den Mikrofonen, Laptops und Schlagschraubern läuft gar nichts! "Um bei der aktuellen Leistungsdichte - die Rundenzeiten unterscheiden sich ja meist nur noch um Hundertstel - erfolgreich abzuschneiden, muss alles wie ein Uhrwerk funktionieren", ist sich der 33-Jährige bewusst.

Im RMG-Team sind die Aufgaben klar verteilt: "Sobald unsere Lkw-Flotte circa drei Tage vor dem ersten Freien Training am jeweiligen DTM-Austragungsort eingetroffen ist, folgt der Aufbau des gesamten Setups, erklärt Team-Koordinator Henrik Nest. Sobald alles steht, gehe es direkt ans Durchchecken der Autos, die übrigens nach jedem Rennwochenende in der Garchinger Homebase komplett "gestrippt" - also in all ihre Einzelteile zerlegt - und vor dem nächsten Einsatz wieder neu aufgebaut würden.

Eine besondere Herausforderung für jede Motorsport-Crew sind perfekt getimte Pit-Stops. Ein weiteres zentrales Thema, nicht nur in puncto Boxenstopps: die Kommunikation zwischen den Crew-Mitgliedern. "Bei uns im Team wird grundsätzlich sehr viel gefunkt", erklärt Timo. "Während der einzelnen Sessions informiert mich mein Renningenieur zum Beispiel über aktuelle Rundenzeiten, die Abstände nach vorne und hinten sowie die Öffnung des Boxenstopp-Fensters. Und ich liefere ihm Feedback bezüglich Reifendruck und Fahrzeugbalance. Echte Teamarbeit eben."