DTM Nuerburgring - Pascal Wehrlein

ZURÜCK IN DIE ERFOLGSSPUR?

Nach zwei Jahren Formel 1, in denen Pascal Wehrlein zwar einige Highlights setzen konnte, meist aber dennoch eher im hinteren Feld zu finden war, greift der Speed-Academy-Gesamtsieger (von 2011) und DTM-Champion (von 2015) jetzt wieder im Tourenwagen an. Hier das exklusive SPORT NEWS-Interview mit dem DTM-Rückkehrer.

Pascal, nach der Königsklasse 2018 wieder zurück in die DTM - wie kam es zu dieser Entscheidung?

Nun, da es für mich kein Cockpit in der Formel 1 gab, habe ich mich gefragt, was ich machen will: Es lagen mehrere Optionen auf dem Tisch. Die attraktivste war die DTM. So fiel mir die Entscheidung nicht schwer.

Nach deinem Titelerfolg von 2015: Welche Chancen rechnest du dir auf den Gesamtsieg aus?

Über den Titel möchte ich zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht sprechen. Ich saß bisher noch nicht mal im Auto und werde mich erstmal an das neue Fahrzeug und sicherlich auch an die neuen Regeln gewöhnen müssen. Aber auch wenn ich weiß, dass es nicht leicht wird, habe ich große Ansprüche an mich selbst und werde mein Bestes geben.

Nun wird sich Mercedes zum Ende der Saison ja aus der DTM zurückziehen. Wie geht es dann für dich weiter? Bleibt es quasi bei einem einjährigen Gastspiel im Tourenwagen?

Also, dazu kann ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts sagen. Der Fokus liegt erst mal ganz klar auf dem aktuellen DTM-Jahr. So weit im Voraus kann man als Rennfahrer in der Regel nicht planen.

Wittmann, Wehrleich, Wittmann, Rast - und nun möglicherweise wieder Wehrlein? Was sagst du dazu, dass in den letzten Jahren durchgehend ehemalige Absolventen der Deutsche Post Speed Academy die DTM gewonnen haben?

Das zeigt anschaulich, wie gut die Förderung der Speed Academy aufgestellt und auch wie gut die Jury ist. Die beweist eben oft den richtigen Riecher. Für mich ist das Programm ein sehr wichtiger Teil meiner Karriere, in dem ich viel lernen durfte. Die Speed Academy hilft den Fahrern wirklich sehr auf ihrem Weg zum Profisportler.

Auf was freust du dich am meisten in der kommenden Saison?

Ganz klar (lacht): auf hoffentlich viele Rennsiege und gute Platzierungen. Die letzten zwei Jahre war ich im schlechtesten Team in der Königsklasse. Wir konnten zwar immer mal wieder Punkte holen - aber es ist einfach etwas anderes, wenn man weiß, dass man am Sonntag das Rennen gewinnen kann, als wenn man von vorneherein davon ausgehen muss, maximal auf Platz 14 zu kommen. Daher freue ich mich auf konkurrenzfähiges Material, mit dem ich Rennen gewinnen kann.