Dreimal hoch!

„Um als Rennfahrer komplett zu sein, musst du viel Erfahrung sammeln. Ob Fahrdynamik oder der Umgang mit der Presse, die eigene Fitness oder das Verständnis für Auto und Setup. Beim Racing lernt man ständig dazu und bleibt hoffentlich nie stehen“: So bringt der frischgebackene DTM-Gesamtsieger Marco Wittmann auf den Punkt, was ihm seine Zeit in der renommierten Motorsportakademie (von 2007 bis 2009) gebracht hat. Seine Bilanz für die vergangene Saison? Ganz selbstbewusst: „Konstant, erfolgreich, Titelgewinn.“ Den krönenden Abschluss fand sie ja erst beim Finale in Hockenheim: Dort habe es vor allem geheißen: „Nerven behalten“, denn der Meisterschaftskampf war bis zuletzt offen. Mit gerade einmal vier Punkten Vorsprung hatte Wittmann am Ende schließlich die Nase vorn. „Er ist mit Abstand der konstanteste Fahrer mit den wenigsten Fehlern in der ganzen Saison 2016“, konstatiert BMW-Kollege Timo Glock, der sich übrigens auch als Jurymitglied der Deutsche Post Speed Academy engagiert und Wittmann in dessen Ausbildungszeit zusammen mit den sieben anderen Juroren coachte. So mancher Kritiker gibt zwar zu bedenken, dass Wittmanns ärgster Konkurrent Edoardo Mortara im Audi einfach viel Pech hatte: Eine zu Unrecht verhängte Durchfahrtsstrafe in Zandvoort kostete ihn wertvolle Punkte; und auch ein Ausfall in Spielberg trug dazu bei, dass der Italo-Schweizer am Ende nicht ganz oben auf dem Treppchen landete. Während Mortara die meisten Siege einheimste (insgesamt fünf) und die meisten Führungsrunden drehte, verbuchte der Champion jedoch die meisten Pole Positions für sich und ist unterm Strich der konstantere Fahrer.

Deutsche Post | Sportsponsoring DTM Marco Wittmann