Haben Sie noch Fragen zu POSTPERSÖNLICH? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Service.

1. Was ist POSTPERSÖNLICH?

POSTPERSÖNLICH wird im Rahmen des Bremer Projekts „Herbsthelfer“ angeboten und stellt eine Erweiterung zum Hausnotrufdienst der Johanniter Unfallhilfe e.V. dar. Zusteller klingeln an den vereinbarten Tagen, übergeben Tagespost und erkundigen sich nach dem Wohlbefinden der Kunden. Wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird, informieren die Zusteller umgehend den Hausnotrufdienst der Johanniter Bremen, die weitere mit dem Kunden vereinbarte Maßnahmen einleiten.

Die Zusteller leisten keine medizinische Hilfe, helfen nicht bei Tätigkeiten im Haushalt und übertreten nicht die Schwelle zur Wohnung.

2. Warum bietet die Deutsche Post einen solchen Service an?

Es gibt einen steigenden Anteil an älteren Menschen in Deutschland, die zum Teil nur noch eingeschränkt mobil sind. Dies führt bei den Betroffenen häufig zu Einsamkeit mit negativen sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen. Die Deutsche Post kann dank ihrer einmaligen Präsenz vor Ort durch ihre Mitarbeiter in der Briefzustellung an 6 Tagen die Woche jeden Haushalt Deutschlands erreichen. Unsere Zusteller sind durch den täglichen z.T. langjährigen Kontakt bereits vertraute Ansprechpartner für unsere Kunden. Insofern erschien es uns logisch, unsere Erfahrungen in dieses Bremer Projekt „Herbsthelfer“ einzubringen. Gleichzeitig steht die Evaluierung möglicher Dienstleistungen, die von uns im Rahmen von Zustelltätigkeiten erbracht werden können, natürlich auch im Kontext der aktiven Auseinandersetzung mit sinkenden Briefsendungsmengen in Folge der Digitalisierung. Die Erweiterung unseres Leistungsportfolios um neue Services steigert somit nicht nur die Lebensqualität unserer Kunden sondern natürlich auch die Attraktivität unserer Dienstleistungen und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit.

3. Wo und wie lange wird der neue Service POSTPERSÖNLICH angeboten?

POSTPERSÖNLICH wird zunächst im Rahmen des Projektes „Herbsthelfer“ in ausgewählten Stadtteilen Bremens angeboten und ist nur in Verbindung mit den Hausnotrufdiensten der Johanniter verfügbar.

4. Wer kann POSTPERSÖNLICH nutzen?

Der Service POSTPERSÖNLICH richtet sich an allein lebende, ältere, behinderte oder auch chronisch kranke Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Voraussetzung ist die gleichzeitige Nutzung des Johanniter-Hausnotrufs und der Wohnsitz in den ausgewählten Bremer Stadtteilen.

Die Nutzung für diese Personen kann selbstverständlich auch von Personen (z.B. Angehörigen), die außerhalb des Servicegebiets wohnen, beantragt werden.

5. Wie kann man sich für POSTPERSÖNLICH anmelden?

Für den Service muss ein Teilnahmeauftrag mit der Deutschen Post abgeschlossen werden.

Der Teilnahmeauftrag ist auf dieser Website zum Herunterladen hinterlegt. Gleichzeitig muss auch – soweit noch nicht vorliegend – ein Vertrag mit der Johanniter Unfallhilfe Bremen zur Teilnahme am Hausnotrufdienst geschlossen werden. Infos zum Hausnotruf finden Sie hier.

Den vollständig ausgefüllten Teilnahmeauftrag bitte per Brief unter dem Betreff „POSTPERSÖNLICH“ an unser Serviceteam übersenden:

Deutsche Post AG
Zentrale, Abteilung 311
53250 Bonn

6. Wo findet man die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und den Teilnahmeauftrag zu POSTPERSÖNLICH?

Die Informationen finden Sie hier.

7. Was kostet POSTPERSÖNLICH?

Wir bieten zwei Modelle an: 3-malige Kontaktaufnahme pro Woche (Montag/Mittwoch/Freitag) für 9,00 € / Monat oder die 6-malige Kontaktaufnahme pro Woche (Montag-Samstag) für 15,00 € / Monat.
Neben den Kosten für POSTPERSÖNLICH fallen für die Kunden auch die Kosten für den Hausnotruf der Johanniter zu deren Preismodellen an. Eine Buchung ohne einen Johanniter-Vertrag ist nicht möglich. Bitte informieren Sie sich hierzu bei der Johanniter Unfall Hilfe hier.

8. Werden die Kosten für POSTPERSÖNLICH von der Pflege- oder Krankenversicherung übernommen?

Leider übernehmen die Krankenkassen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht die Kosten für POSTPERSÖNLICH. Allerdings kann nach Einschätzung von Steuerfachleuten das Serviceentgelt als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich geltend gemacht werden.

9. Wann beginnt der Service, wenn man ihn beauftragt hat?

Der Service beginnt ca. 2 Wochen nach Eingang des ausgefüllten Teilnahmeauftrags und der Auftragsbestätigung durch die Deutsche Post. Selbstverständlich steht dem Antragsteller aber sein gesetzliches Widerrufsrecht zu.

10. Gibt es eine vertragliche Mindestlaufzeit?

Die vertragliche Mindestlaufzeit beträgt einen Monat. Soweit keine Kündigung erfolgt, verlängert sich die Vertragslaufzeit automatisch um einen weiteren Monat.

11. Wie kann man POSTPERSÖNLICH kündigen?

Eine kostenfreie Kündigung kann durch jede Vertragspartei mit einer Frist von zwei Wochen jeweils zum Anfang oder zur Mitte eines Monats schriftlich (Brief / E-Mail) erfolgen. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt davon unberührt.

Ab Vertragsbeginn steht Ihnen außerdem innerhalb der Widerrufsfrist ihr gesetzliches Widerrufsrecht zu. Dieser Widerruf kann grundlos erfolgen.

12. Erfolgt der Besuch des Zustellers zu festgelegten Zeiten?

Aufgrund schwankender Sendungsmengen kann die Deutsche Post leider keine feste Besuchszeiten garantieren. Der Zusteller unternimmt aber alle zumutbaren Anstrengungen, den Besuchsdienst zu regelmäßigen Zeitpunkten vorzunehmen.

13. Was passiert in einem Notfall?

Trifft der Zusteller den Kunden nicht an oder geht es dem Kunden nicht gut, informiert er umgehend die Johanniter-Unfall-Hilfe. Sie veranlasst sofort die vereinbarten Maßnahmen, kontaktiert die Bezugspersonen und alarmiert den medizinischen Einsatzdienst.

Informationen zum Johanniter-Hausnotruf erhalten Sie hier im Infoflyer, unter www.johanniter.de/notrufdienste oder telefonisch: 0800 0019214 (gebührenfrei).

14. Welche Postsendungen können den Zustellern übergeben werden?

Dem Zusteller können ausschließlich vollständig frankierte Briefsendungen übergeben werden. Eine Übergabe von Päckchen oder Paketen ist aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich.

15. Wer übernimmt die Aufgaben des Kontaktdienstes, wenn der zuständige Briefzusteller krank ist oder Urlaub hat?

Der Service POSTPERSÖNLICH wird so gestaltet, dass die Arbeitsabläufe auch von den festen Vertreten übernommen werden können. Für die Kunden bleibt der Service sicher und gleich, es ändert sich nur in Ausnahmefällen die Person des Zustellers/der Zustellerin in diesem begrenzten Zeitraum.

16. Lässt sich der Service z.B. bei Urlaub oder anderer Abwesenheit aussetzen?

POSTPERSÖNLICH bietet die Möglichkeit, den Service z.B. im Falle eines Urlaubs zu unterbrechen. Dazu muss das Service-Team mit einer Frist von mindestens 5 Werktagen über die Abwesenheit und deren Dauer informiert werden.