19. Oktober 2017

Die Zukunft ist Schrott

 Die Zukunft braucht Recycling

Kein Fortschritt ohne Elektroschrott.

Viele weitere Bereiche profitieren vom Ideenreichtum der Tüftler, darunter z.B. die Logistik und natürlich auch die immer wichtiger werdende Umwelttechnik. Doch der Fortschritt hat eine Kehrseite. Wo immer Strom fließt, Platinen, Akkus, Elektroden, Transistoren oder Drähte verwendet werden, entsteht potentieller Elektroschrott.

Die Nachfrage nach Rohstoffen steigt enorm und damit auch die Abhängigkeit von Nationen, die reich an Bodenschätzen sind, China allen voran. Das Denkwerk Zukunft identifiziert für acht entscheidende Metalle eine „brisante regionale Konzentration“ und gleichzeitig eine bislang niedrige Recyclingquote. Keine erfreuliche Kombination.

Um Metalle, die für Akkus benötigt werden, etwa Lithium, ist ein regelrechter Hype entstanden, Elektromobilität boomt. Doch der Abbau von Rohstoffen läuft häufig nicht besonders umweltverträglich ab. Mensch und Natur leiden unter der exzessiven Gewinnung von Ressourcen. Darüber hinaus sind die Reserven (= Ressourcen, die nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich abbaubar sind) nicht unendlich. So spricht man bei Indium (wichtig für Photovoltaik) von einer Reservenreichweite von nur 18 Jahren, bei Kupfer (Kabel) von 34 Jahren, bei Tantal (Elektronik allgemein, in Zukunft besonders mikroelektronische Kondensatoren) von 95 Jahren.

Der Verbrauch an Rohstoffen steigt – was ist die Lösung?

Das alles sollte uns nicht vom Fortschritt abhalten, ganz im Gegenteil. Es sollte die Menschheit ermuntern, noch mehr zu forschen. Ein guter Ansatz ist das Bestreben, wertvolle Rohstoffe im Herstellungsprozess von Elektronik durch weniger kostbare Materialien zu ersetzen. Große Hoffnung liegt hier z.B. auf Kohlenstoff als Ersatz für Seltene Erden. Allein für Indium gibt es 18 Patente und über 100 Forschungsartikel, die sich mit diesem Weg beschäftigen. Und auch Lithium könnte langfristig ersetzt werden, möglicherweise durch eine Magnesium-Pyrit-Mischung. Verbesserte Lithium-Akkus werden darüber hinaus immer leistungsfähiger und damit auch kleiner.

Besonders wichtig ist es aber, dass neue Recyclingmethoden für Elektroschrott entwickelt werden. Noch immer ist fehlende Wirtschaftlichkeit des Recyclings ein Bremsklotz der Forschung. Und doch entstehen großartige Ideen, wie das Recycling von Gold durch Stickstoff, das effektiver und umweltschonender vonstatten geht. Darüber hinaus müssen bessere Kreislaufsysteme entwickelt werden, damit das, was heute bereits recycelt werden kann, auch wirklich recycelt wird. ELECTRORTURN trägt mit dem Recycling auf dem Postweg über die kostenlose Versandmarke dazu bei.

Weitere Infos:
Denkwerk Zukunft über die Verfügbarkeit knapper, strategisch wichtiger Metalle

Bild: ©Sergey Nivens – fotolia.de

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