14. April 2015

Wie man mit Kaffeemaschinen toastet – 3 kreative Recycling-Ideen im Trend.

Miniaturfiguren arbeiten an Platine

Hardware Hacking

Ganz klar: Um ein Hardware Hacker zu werden, muss man nicht nur kreativ sein, man muss sich auch sehr gut mit Elektronik auskennen. Hierbei geht es in der Regel darum, kleine Elektrogeräte so „umzuarbeiten“, dass sie mit einem Smartphone oder einem PC gesteuert werden können. Klassische Beispiele dafür wären eine Türklingel, ein Garagentor-Öffner oder ein Rauchmelder. Spannungen messen, löten, neu verdrahten, Apps einbinden – Hardware Hacking ist nichts für jedermann. Besonders spannend wird die Sache immer dann, wenn Geräte vollkommen anders zum Einsatz kommen, als ursprünglich gedacht. Der Computer-Aktivist Wau Holland beschrieb diese Vorgehensweise mit dem schönen Satz: „Ein Hacker ist jemand, der versucht, einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann.“ Hardware Hacker lassen Pflanzen twittern, machen aus Gameboys iPods oder Computern Toilettenpapierspender. Während in unseren Breitengraden bei diesen Recycling-Ideen der spielerische und kreative Aspekt im Vordergrund steht, bekommt Hardware Hacking in Ländern, in denen Mangel herrscht, eine wichtige Funktion. So mancher Unternehmer in Kenia, Nairobi oder Uganda hat seine Fähigkeiten für neue Apps und elektronische Innovationen als Hardware Hacker erworben.

Computerarchäologie

Retrospiel Pong

Das ist weit mehr als nur Hobby-Bastelei. Computerarchäolgie kann durchaus auch zum Dissertationsthema werden.

Upcycling mal andersherum

Eine der am häufigsten verbreiteten Recycling-Ideen ist Upcycling: Aus alten Elektrogeräten wird dabei etwas anderes, mindestens gleichwertiges. Die Elektrogeräte selbst waren bislang eher keine Upcycling-Objekte. Einen Handy-Korpus aus Yoghurtbechern haben wir zumindest noch nicht gesehen. Der Telefonanbieter O2 macht damit jetzt Schluss. Der Konzern hat ein Smartphone produziert, das ausschließlich aus alten Handys und – und jetzt wird es kurios – aus dem Rasen des britischen Stadions Twickenham besteht. Wie haltbar das Grasgehäuse ist, wissen wir nicht. Entscheidend ist aber, dass das Prinzip „Aus alt mach neu“ immer mehr auch für die Elektrogeräte selbst gelten könnte. Ein neuer Trend, der angesichts der Flut der Geräteinnovationen für mehr Nachhaltigkeit sorgen kann.

 

Titelbild: © jarts – photocase.de

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