5. Februar 2012 - (5) Kommentare

Handys in Rente – warum unsere Schubladen Wertstofflager sind.

Electroreturn Blog: Handy entsorgen - Frau mit Handy

Der Präsident des Umweltbundesamtes Flasbarth forderte im vergangenen Jahr die Deutschen auf, ihre Mobilfunkgeräte mehr zu schätzen. Sie seien "wahre Rohstofflager". Den Materialwert von aussortierten Handys in deutschen Haushalten beziffert seine Behörde auf 65 Millionen Euro. In der Tat sind in der Krise die Rohstoffpreise gestiegen. Kupfer, Gold, Palladium und andere Wertstoffe, die in Handys eingebaut werden, sind teuer geworden. Recycling trägt dazu bei, solche Preisschwankungen abzufedern. Wertschätzung bedeutet also nicht nur, pfleglich mit seinem Handy umzugehen, sondern auch dafür zu sorgen, dass es ordentlich recycelt wird. Wer sein Handy entsorgen will, kann damit etwas Gutes tun.

Das eigene Mobilfunkgerät ist sicher nur ein kleiner Baustein. Nur 25 % des Handys bestehen aus Metallen. Nimmt man allerdings Millionen Geräte zusammen, entsteht ein gewaltiges Vorkommen. Ein Beispiel: etwa 7 % des Handys besteht aus Kupfer, das unter großem Energieaufwand zumeist in Chile abgebaut wird. Von dort gelangt es zum Gerätehersteller und von dort wiederum in den weltweiten Handel. Bis wir auf unseren Handys fröhliche SMS tippen können, hat der Bestandteil Kupfer geschätzte 40.000 km zurückgelegt. Ein ungeheurer Transportweg und ein immenser Einsatz von Energie, der durch gezieltes Recycling verringert werden kann.

Wir möchten uns künftig hier im Blog die einzelnen Wertstoffe in Elektrogeräten einmal genauer ansehen und über ihr Vorkommen und ihren Abbau berichten. Bis dahin: Schauen Sie doch gleich mal in Ihren Schubladen nach, ob Sie dort noch ein kleines Wertstofflager haben. Vielleicht können auch Sie ein Handy entsorgen! Dann schnell einen Umschlag besorgen, eine Versandmarke bei ELECTRORETURN herunterladen und ab geht die Post zum Recycling!

 

Quellen: © arekmalang – Fotolia.com

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Kommentare (5)

super sache

Das MO
11:16 Uhr am 31. Januar 2012

Toll!

Juan Fernandez
9:53 Uhr am 1. Februar 2012

Nun zuerst ein Kompliment für diesen Blog und all die Mühe und Arbeit der Aufklärung ……..
Als Gründer von NetzWert(ig) möchte ich noch hinzufügen,daß mit Aufarbeitung von Elektroschrott auch Arbeitsplätze für Beispielsweise behinderte Menschen sowie schwer vermittelbare Menschen geschaffen werden können ………
Vieles kann wieder verwendet werden,oder verbilligt an sozial schwache Menschen abgegeben werden …………
Meine Erfahrung allerdings zeigt mir leider sehr wenig Verständnis seitens der Bevölkerung für unser Anliegen …..

Reinhard Baust
17:50 Uhr am 1. Februar 2012

Endlich einmal ein sinnvoller Ansatz in punkto "Nachhaltigkeit"!
Der Service sollte nur noch besser publik gemacht werden!!!

W. Wichtig
12:58 Uhr am 23. Februar 2012

Ein guter Ansatz!
Warum ist der Service so unbekannt…?

W. Schmidt
15:45 Uhr am 8. März 2012

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