09. Januar 2018 – Kommentare (2)

Elektroschrott 2017 – ein Jahr der Superlative

Elektroschrott 2017: Ein Jahr der Superlative

Der größte Pro-Kopf -Anteil

Gemessen an den Elektroschrott-Mengen, die 2017 pro Kopf anfielen, liegen weder die Asiaten, noch die USA an der Spitze. Die größten Elektroschrott-Produzenten wohnen in Norwegen. Hier wurden 28 kg pro Kopf und Jahr gezählt. Deutschland liegt mit 22,8 kg ebenfalls weit vorn.

Das glorreichste Recycling

Die Organisatoren der Olympischen Spiele  2020 in Tokio gehören derzeit sicher zu den fleißigsten Elektroschrottsammlern. Wie 2017 bekannt wurde, sollen alle Medaillen aus recycelten Metallen hergestellt werden. Dafür werden etwa acht Tonnen Gold, Silber und Bronze benötigt.

Die strahlendsten Leuchten

Die Bundesnetzagentur hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun – immer häufiger musste sie Leuchtmittel aus China aus dem Verkehr ziehen, die Störfrequenzen erzeugen. Radioempfang wird so im erleuchteten Zimmer unmöglich. Auch in anderen Bereichen überfluten derzeit bei elektronischen Geräten Billigimporte den Markt, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Die kürzeste Lebensdauer

Die Lebenszyklen von Smartphones sind 2017 auf einem neuen Tiefststand angekommen. Nur 19 Monate ist ein Handy in Deutschland durchschnittlich in Gebrauch, so eine Studie der Vereinten Nationen.

Das beliebteste Metall

Dieselskandal und Feinstaubdiskussion brachten 2017 Elektrofahrzeuge weiter nach vorn. Experten schätzen, dass der Boom eine enorme Nachfrage nach Kupfer nach sich zieht – innerhalb der kommenden 10 Jahre soll der Bedarf um das 9-fache auf 1,74 Tonnen jährlich steigen. Kupfer leitet Strom und wird sowohl in Akkus, als auch den Elektromotoren eingesetzt. Die gute Nachricht: Kupfer lässt sich ohne Qualitätsverlust recyceln, in Deutschland werden derzeit bereits 45 % des Kupfers recycelt.

Die höchsten Bußgelder

Das illegale Entsorgen von Elektrogeräten kann immer teurer werden. In Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen wird das wahllose Ablegen von Monitoren, Druckern & Co. seit neuestem mit bis zu 2.500,00 € geahndet. Für den Chef einer illegalen Abfallentsorgungsanlage in Wuppertal reichte dem Gericht im vergangenen Jahr allerdings kein Bußgeld mehr – er wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Der schönste Recycling-Erfolg

Die Deutsche Post kann in Sachen Recycling auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Für Electroreturn trafen bei unserem Partner ALBA Group 15.754 Umschläge ein, darin fanden sich unter anderem 8.607 Handys und 31.060 Druckerpatronen. Hinzu kamen insgesamt 25.525 alte Elektrogeräte, die über DHL Retoure dem Recycling zugeführt wurden. Für uns ein schöner Ansporn, um auch 2018 engagiert für das Recycling von Elektroschrott zu werben.
 

Weiterführender Lesestoff:

Titelbild © Erik Khalitov – istockphoto.de

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Kommentare (2)

Hallo, wirklich schön zu sehen, dass immer mehr Menschen Electroreturn nutzen. Ich hätte noch einen Vorschlag für die Zukunft: Wäre es evtl möglich, in diesem Blog vorzustellen, welche Hersteller von Elektrogeräten recyceltes Material verwenden? Vielleicht sogar einige, die ihre Rohstoffe von Electroreturn/Alba beziehen? LG

David Klein
14:08 Uhr am 17. Februar 2018

Hallo Herr Klein,
Vielen Dank für Ihre Anregungen! Wir werden uns das einmal ansehen, ob und wie die Hersteller solche Informationen deklarieren. Dann wäre es in der Tat interessant. Die Rohstoffe, die bei unserem Partner ALBA Group aus den Geräten extrahiert und sortiert werden, gelangen zur Weiterverarbeitung und Feinaufbereitung in verschiedene Werke und Hütten z.B. Kupferhütten. Das sehen Sie sehr gut in diesem Artikel: https://www.deutschepost.de/de/e/electroreturn/blog/handy-recycling-partner-alba.html
Am Ende kann man deshalb nicht mehr exakt sagen, woher ein Rohstoff stammt.
Viele Grüße!

Heidi Schmitt
09:15 Uhr am 19. Februar 2018

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